zwischengedanken: fünf dinge

 

fünf dinge, mit denen man sich spätestens angesichts der unerwartet schwachen leistung der deutschen fussball-mannschaft beschäftigen müsste.

die ewig gestrigen trolle aus den reihen der super-christlichen cdu sind gerade dabei, ihre anachronistische vorstellung von einem leistungsschutz- und urheberrecht auf europäischer ebene durchzudrücken – dass die ehemaligen sozialdemokraten bei dieser zum himmel stinkenden sauerei wegschauen, nicht wahr, das versteht sich von selbst.

apropos ewig gestrige troll-deppen. wisst ihr noch, damals™, als vorratsdatenspeicherung der neue heisse scheiss war, der künftig verbrechen jeglicher art verhindern würde? und nun ratet mal, wessen nutzen bis heute nicht nachgewiesen werden konnte.

apropos ewig gestrige troll-deppen. was sich der seehofer-horst und sein fanatisch-christlicher antidemokratenverein in bayern wohl davon versprechen, die republik absichtlich zu destabilisieren? wählerstimmen vom rechten rand etwa?! der war gut!

apropos ewig gestrige … der vollständigkeit halber: die wieder einmal von grund auf neu erfundene cebit hat stattgefunden. nicht, dass das noch irgend jemanden in meinem freundes-, bekannten- oder kollegen-kreis interessiert hätte.

apropos ewig gestrige troll-deppen. trump beweist, dass es immer noch asozialer geht, indem er einwanderer-kinder in käfige sperren lässt.

apropos … der audi-chef sitzt mittlerweile ein, da laut gericht erhebliche verdunkelungsgefahr besteht, oder: wir wussten von nix. clean diesel, olé!

oder, oder, oder.

was mich wirklich überrascht hat heute morgen: der fernsehsender viva wird noch in diesem jahr seinen sendebetrieb einstellen. ja, viva. das gab es tatsächlich noch. weshalb auch immer.

zeal & ardor – stranger fruit

nicht wundern, dieser beitrag ist anfang juni schon mal veröffentlicht worden, wurde dann aber im rahmen des html-supergaus vergangene woche ins unerergründliche daten-nirvana gerissen.
es wäre jedoch ein bisschen schade darum, denn:

das ist das album des jahres.
nicht mehr und nicht weniger – zumindest im moment.

was für ein grossartiges album, damenundherren!

ich kann mich nicht erinnern, etwas derartiges schon einmal gehört zu haben. der schweizer manuel gagneux bedient sich bei der zweiten z&a-platte stranger fruit einmal mehr mit sicherem griff bei vielen genres, von denen ich bisher nicht gedacht hätte, dass sie zusammenpassen könnten.

so entsteht ein beeindruckendes gebilde aus blues, gospel und black-metal, gewürzt mit einer prise südstaaten-rock und einem leichten hauch von elektronika – und noch vielem mehr.  ein album wie aus einem guss, voller rhythmus, melodien, lärm, hypnotischer ruhe und harmonie – das gegenteil von langeweile.

für mich persönlich ist stranger fruit bis hierhin mit abstand der beste longplayer, den ich in diesem jahr gehört habe. mein anspiel-tipp ist das unwiderstehliche don’t you dare, das durchaus das zeug zum song des jahres hat.

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sämtliche tracks des albums kann man sich netterweise im offiziellen youtube-kanal von zeal & ardor anhören.