zeitenwende (zwischengedanken)

ach was solls, ich lege mich jetzt fest: angesichts eines prognostizierten briefwahl-anteils von bis zu fünfzig prozent dürfte cumex-olaf die bundestagswahl 2021 inzwischen für sich entschieden haben – immer vorausgesetzt natürlich, er lacht nicht medienwirksam im hintergrund, während steinmeier sein mitgefühl ausspricht. doch da der wirecard-olaf zwar jede menge leichen im keller liegen hat, aber weissgott kein trottel ist, wird ihm derart selten dämliches eher nicht passieren.

am sonntag in einer woche ist es also soweit. mit dem renteneintritt von angela merkel ist das vorläufige ende der union als regierungspartei endlich gekommen. seit ihrem angekündigten ausstieg aus der politik erinnert beim ehemaligen angela-merkel-wahlverein und ihrem chronisch betonschädeligen bajuvaren-anhängsel ohnehin kaum noch etwas an die vierzig-prozent-volkspartei vergangener tage – und vermutlich kann man als aussenstehender nur vage erahnen, wie froh angela merkel ist, dass ihr ab ende september diese toxischen, unfähigen vollspacken aus der sogenannten schwester-partei nicht mehr auf den sack gehen werden.

die rückschau auf dieses wahljahr dürfte später ziemlich interessant werden, insbesondere die frage, welche genau die gründe waren, die die stimmung in ein paar wochen so rapide kippen liessen. bis mitte juni war eigentlich nur offen, mit welchem koalitionspartner kanzler armin laschet regieren würde.
zu diesem zeitpunkt im sommer 2021 ist die erkenntnis, dass sich die laschet-cdu einen scheissdreck um das klima schert, schliesslich alles andere als neu. genau wie die gewissheit, dass laschet bei licht betrachtet kaum mehr als substanzbefreite worthülsen und lauwarme luft auf dem zettel hat – man schaue sich nur einmal an, aus welchen ladenhütern sein lächerliches zukunftsteam besteht.

was also war es, das die zustimmungswerte in so kurzer zeit nahezu halbiert hat? ich jedenfalls freue mich schon auf die analysen und wünsche angela merkel alles gute.