die weezer-situation (zwischengedanken)

om zum gruße. eines gleich vorweg: jetzt kommt pure, reine meinung. keine fakten, keine wahrheit, nur meinung. und zwar meine. und gefühl natürlich – wie könnte man (also ich) über etwas so zutiefst emotionales wie musik ohne gefühl sprechen, nicht wahr.

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kaum ist das neue weezer album da, schon geht das inzwischen leider übliche geheule los.
schlimm! das ist wieder kein indierock.
schlimm! da sind wieder keine alternative-hymnen drauf.
schlimm! das ist wieder nicht wie die pinkerton.
schlimm! blahblahblahheul.

kommt runter. setzt euch. alles ist gut.
denn: die van weezer ist ein astreines weezer album.

natürlich ist sie nicht wie die blaue und nicht wie die pinkerton, die ihr alle so verkrampft verklärt, denn die blaue und die pinkerton haben weezer schon vor über zwanzig jahren aufgenommen – und weezer machen kein album zwei mal.
warum auch, eine kopie kann per se nicht besser als ein original sein. wer wissen möchte, was passiert, wenn man immer die gleiche platte aufnimmt, der möchte sich eventuell einmal durch das œuvre eines herrn bohlen hören. empfehlenswert ist das freilich nicht.

also. dieses mal haben sich rivers cuomo und die seinen den hardrock der achtziger angeschaut und ihre interpretation dieses (zurecht) längst ausgestorbenen genres aufgenommen – und nein, so richtig geil finde ich das auch nicht. das liegt aber nicht an weezer, das liegt schlicht am hardrock der achtziger, den ich seit je her ziemlich gruselig finde.

wenn man also etwas kritisieren möchte, dann den umstand, daß die wahl unglücklicherweise auf ein musik-genre gefallen ist, das zurecht längst in den untiefen der zeit verschwunden ist.

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