apropos indifferenz (zwischengedanken)

selten war mir eine partei so egal, dass ich sie nicht einmal mehr verachte. auf die cdu ist in dieser beziehung spätestens seit ihrem aufstieg zum führenden korruptions-dienstleister im politischen deutschland verlass: sie hat nun nicht mehr nur ihren grossen vorsitzenden und alles überstrahlenden kanzlerkandidaten laschet am start, sie konnte auch den ganz-weit-rechts-aussen maaßen und den mensch-gewordenen-kapitalismus-im-endstadium merz für kommende wahlen gewinnen – und tut nun natürlich so, als sei das eine richtig gute idee. ich bin schon sehr gespannt, wann diese superchristen-union die demokratie-ikone steinbach aus dem hut zaubert.

auch egal. nach 15 jahren wechselt microsoft seine standard-schriftart. ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt.

auch egal. dieser tage grosse aufregung um allerhand tatort-deppen, die sich offenbar in ihrer filter-blase verlaufen haben. jetzt mal im ernst: tatort? we te ef is tatort?! der letzte tatort, den ich mir freiwillig angeschaut habe, war mit den kommissaren horst schimanski und christian thanner.

auch egal. abgesehen von der samstags-sportschau und der tagesschau habe ich in den letzten jahren nahezu nichts gesehen, das im linearen fernsehen vor 22.00 uhr gelaufen ist.

auch egal. ich werde vermutlich weder in diesem noch im kommenden jahr ein spiel der deutschen fussballnationalmannschaft der herren anschauen.

auch egal sind übrigends preisverleihungen aller art, angefangen von den alljährlichen mammon-festspielen-formerly-known-as-the-oscars™ bis hin zu diesem provinz-schmierentheater namens bambi. stimmt es wirklich, dass es die mtv awards noch gibt?

auch egal. werbung ist nicht nur seit je her die lästigste form der zeitverschwendung, werbung im internet oder fernsehen ist zudem nahezu unwirksam. ich kann mich beim besten willen nicht daran erinnern, dass ich je etwas gekauft hätte, weil mich zuvor eine werbung angefixt hatte. schlimmer noch, nach ein paar sekunden kann ich mich an einen werbesport (z.b. auf youtube) kaum noch erinnern, geschweige denn an das beworbene produkt.

zum schluss noch ein so richtig egaler gedanke zum stand der ki: beim facebook-account unseres verstorbenen katers erwin kommen immer noch wöchentlich neue freundschafts-anfragen an. wow.