zwischengedanken: dinge von denen

ein paar dinge von denen ich nicht gedacht hätte, dass es sie noch gibt.

spd-kanzlerkandidat. will anscheinend der scholz werden. obacht, der mit o wie obstsalat, nicht der mit u wie unterbuxe. bleibt die frage, wozu diese partei sich noch die mühe macht.

huffington post deutschland. als ich damals gelesen hatte, wer bei dem projekt den herausgeber spielt, musste ich erstens spontan grinsen und verspürte zweitens ein unbändiges verlangen nach buchstabensuppe.

kostenpflichtiges hotel-wlan. diese nervtötende kackscheisse gibt es glücklicherweise nur noch in deutschland.

nokia. dreiunddreissig zehn, olé!

bravo hits. kein scherz, die gibt es wirklich noch. was man damit angesichts spotify und konsorten noch wollen können täte, ich weiss es auch nicht.

die sims. diese abgeschmackte figurensimulation mit den grünen möppeln über den köpfen. nach all den jahren. wow.

zwischengedanken: huch

gerade wird von einem massiven „hackerangriff“ berichtet, bei dem haufenweise persönliche daten und dokumente von politikern und prominenten ins netz gekippt wurden.
verständlicherweise sind die betroffenen nun empört und erschrocken, nicht wenige planen juristische schritte.
nunja. ich kann mich ja täuschen, aber ist da im grunde nicht genau das passiert, was u.a. die bundesregierung mit ihrem staatstrojaner auch gerne machen würde? nur eben bei uns allen und heimlich? oder etwa nicht?

ich frage mich, wann den euro-iv-v-vi-besitzern wohl auffällt, dass sie immer noch von wirklich jeder erdenklichen seite beschissen werden.
apropos auto: bezahlbare elektro-autos kommen in diesem jahr endlich in grossen stückzahlen – leider nicht aus deutschland.

bester tweet des neuen jahres bisher:
das beste netz ist schlechter als jedes in albanien.

gewinnwarung, oder: peak apple.

lustigerweise werden gerade die stimmen in der csu hörbar lauter, die akk gar nicht als kanzlerkandidatin haben wollen.
heee, wer hat da lügenbaron gerufen?!

zwischengedanken: kann weg

2019 enden ein paar dinge.

und es begab sich aber, dass die mitspielerin und ich im nächsten jahr gerne ein elektro-auto kaufen wöllten, woraufhin leider sehr schnell klar ward, dass die deutsche automobil-industrie die steinkohle von morgen ist.

mit dem abschied vom alten benziner gibt es dann auch endgültig keinen vernünftigen grund mehr, musik auf compact-disc zu kaufen. aus unserem alltag ist die cd im grunde schon seit jahren verschwunden, aber das alte daimler-radio baujahr 2001 konnte mit so usseligem neumodischen zeug wie bluetooth einfach nichts anfangen.

flickr wird kostenpflichtig und hat sich damit für mich mangels nutzen endgültig erledigt. google schliesst seinen einst als facebook-killer gestarteten dienst google plus, was mich ebenfalls nicht so richtig betrifft. was ich mit meinem account beim hass-troll-netzwerk facebook machen werde, weiss ich noch nicht. einerseits ist es als link schleuder sehr komfortabel, andererseits werden die bild-formate beim posten aus wordpress extrem so verhackstückt, dass die fotos teils erheblich leiden.

mit soup.io bin ich wegen der mangelhaften erreichbarkeit nie so richtig warm geworden, weswegen ich dem dienst anfang januar endgültig den rücken kehren werde. selbiges gilt für tumblr, dessen technik zwar sehr gut funktioniert, dessen neue richtlinien ich aber für unausgegorenen quatsch halte … und schliesslich, ob meine accounts auf expoten-plattformen wie minds, ello oder auch app.net überhaupt noch aktiv sind, weiss ich ehrlich gesagt gar nicht.

desweiteren hoffe ich inständig, dass 2019 endlich eine passiv gekühlte grafikkarte auf den markt kommt, die schnell genug für 4k-gaming ist. mit meiner lautlosen 1050ti bin ich abgesehen davon sehr zufrieden.

schaumer mal. et kütt wie et kütt.

zwischengedanken: 2018 – ein rückblick

2018 ist vorbei und wir leben noch.
trotz seehofer, afd, brexit, fussball-wm, verschlafenem breitband-ausbau, verkackter energiewende, nicht existentem klimaschutz, zerbröseltem bildungssystem, verschlepptem diesel-skandal, fehlenden elektroautos und sich auflösender sozialdemokratie.

traditionell folgt nach dem klagen über die unfähigkeit der politischen kaste und der menschenverachtenden gier der neoliberalalas an dieser stelle der hinweis, dass ich wie schon in den letzten fünf jahren auch 2018 keine lust hatte, mich für ein kleines vermögen mit einer dieser beschissenen 3d-brillen in einen kinosaal zu setzen.
über das alle jahre wieder noch schlimmere fernseh-programm kann ich glücklicherweise nicht viel sagen, abgesehen von der samstags-sportschau und ein bisschen fussball-wm haben wir kaum noch etwas im klassischen linearen fernsehen angeschaut.
lobend erwähnen muss man an dieser stelle, dass allen voran die öffentlich-rechtlichen sender endlich verstanden haben, dass den mediatheken die zukunft gehört. die des zdf ist wirklich gar nicht übel.

bevor wir nun also endlich zu den wertungsfrei alphabetisch sortierten positiv aufgefallenen personen und dingen des jahres 2018 kommen, noch schnell ein dickes dankeschön an die vielen (!) besucher. wenn das so weiter geht, knacken wir nächstes jahr vielleicht sogar die million – jetzt nicht nachlassen, damenundherren, dranbleiben.

jetzt aber, geht los.  „zwischengedanken: 2018 – ein rückblick“ weiterlesen

zwischengedanken: (immer) noch (nicht)

kaum angefangen ist 2018 auch schon fast wieder vorbei – und es ist wirklich ne menge passiert, bzw. eben nicht. jetzt jedoch kommt nicht etwa der alljährliche hochheilige framerate-jahresrückblick mit all den schönen sachen, die wir im ausklingenden jahr richtig gut und gelungen gefunden haben. eher so das gegenteil.

es gibt immer noch kein elektroauto, das ich kaufen wollen würde.
dieselautos sind immer noch nicht verboten. suvs auch nicht.
merkel ist noch kanzlerin. seehofer ist immer noch innenminister.
die politik kriegt den klima-wandel nicht gewuppt.
die politik kriegt den breitbandausbau nicht gebacken.
die briten verkacken auf ziemlich epische art und weise.

ginge noch lange so weiter.
reicht aber.
zu deprimierend.

zwischengedanken: strukturell defekt

im schönen amazonien finden gerade wieder diese allherbstlichen ramsch-tage statt, bei denen es jede stunde unmengen neue angebote für nahezu jedes erdenkliche zeug gibt – und erstmals seit jahren interessiert mich nichts davon. also wirklich rein garnix. nicht ein einziges von diesen unzähligen dingen möchte ich bestellen.
wow. auf amazon gab es doch immer irgend etwas, das ich schon immer haben wollte. heute aber  nicht. das ist echt gruselig. es mag zufall sein, ich frage mich nun jedoch, ob selbst extrem hochentwickelte algorithmen eventuell auch kaputt gehen können.

apropos kaputt. friedrich-ich-will-kanzler-werden-anstelle-der-kanzlerin-merz möchte allen ernstes das recht auf asyl aus dem grundgesetz tilgen, um so – wie ich vermute – die spacken, die die cdu an die fäkalfarbenen verloren hat, wieder einzusacken. ausserdem verdient er etwa eine million euro pro jahr und verortet sich mit diesem einkommen allen ernstes in der mittelschicht.
mich beschleicht gerade das gefühl, dass all den merkel-muss-weg-schreihälsen da draussen überhaupt nicht klar ist, was mit einem „konservativen“ bundeskanzler merz auf sie zukommen würde.

apropos kaputt. der „kandidat“ jens spahn (löl) hat letztes wochenende wohl wieder etwas aus der abteilung ausländer-raus abgesondert, das entweder so dumm oder niederträchtig war, dass ihn selbst innerhalb der cdu kaum noch jemand leiden kann. ich persönlich tippe beim hobby-demokraten spahn auf eine mischung aus beidem.

apropos kaputt. details zur brexit-einigung machen inzwischen die runde – wie dumm kann man eigentlich sein, liebe briten?!

apropos kaputt. ein jahr nach dem hype sind bitcoin und krypto-konsorten gerade dabei, sich in wohlgefallen aufzulösen. das eigentlich erstaunliche daran ist für meine begriffe, dass es dieses obskure zeug überhaupt noch gibt.

und schliesslich: apropos kaputt. die deutsche bahn hat erklärt, dass derzeit zwanzig (!) prozent der ice-züge voll einsatzfähig sind. wer würde dazu nicht gratulieren wollen – infrastrukturapokalypse, olé!

zwischengedanken: abschiedsraten

wie zu befürchten war macht seehofer auf seine alten tage noch einmal ganz schlimm den schrödinger: er hört auf und macht gleichzeitig weiter. wie gewohnt darf man wohl getrost davon ausgehen, dass zur stunde noch nicht einmal bajuvaren-hotte selbst eine konkrete vorstellung zum wann-wie-wo hat. wie immer halt.

kalifornien verbrennt gerade komplett in grund und boden und ich wette, das afd-republikaner-realitätsverweigerer-gesindel ist heil-froh, dass der klimawandel nur eine erfindung dieser links-grün versifften spinner ist.

bittere erkenntnis dazu: wir müssen nicht nur weniger auto fahren, wir müssen in erster line viel weniger autos bauen. passend dazu gerüchtet das netz gerade, dass ausgerechnet der hersteller vw-clean-diesel plant, ein brauchbares elektro-auto für unter zwanzigtausend euro anzubieten. dass ein elektro-auto, das mit handelsüblichem braunkohle-strom betrieben wird, kompletter schwachsinn ist, hat man in diesem zusammenhang leider vergessen zu erwähnen.

zwischengedanken: abschied allenthalben

ich muss gestehen, ich hatte das zunächst mal für einen lahmen witz auf kosten von maaßen gehalten: linksextremisten in der spd. linke! in der spd! welche pillen man wohl vergessen muss zu nehmen, um einen so unglaublichen blödsinn in die welt zu scheissen? noch nicht einmal bajuvaren-hotte konnte das noch aussitzen. maaßen ist in rente. mit fünfundfünfzig – und hat schon angedeutet, sich nun eventuell politisch betätigen zu wollen. afd, olé!
wenn das der oberste verfassungs-schützer gewesen sein soll möchte ich lieber gar nicht wissen, wie deren feinde aussehen.

da kuckt man mal ein paar tage nicht genau hin und schwupps: die cdu sucht eine_n neue_n scheff_in. nunja, schon der volksmund wusste, dass selten etwas besseres nach kommt.

fun fact dazu: umfragen sehen die spd derzeit noch bei rund dreizehn prozent, bzw. halb so stark wie die grünen. was, wenn merkels heimlicher masterplan nichts weniger zum ziel hatte, als die spd ein für alle mal zu zerstören? respekt, frau merkel!

zwischengedanken: zerfall

da schau her: statt sich endlich ernsthaft mit so unschönen dingen wie einer nachhaltigen energiewende oder verkehrskonzepten für den vor sich hinkollabierenden nahverkehr in deutschen grossstädten zu beschäftigen, hat angela merkel den aktionismus und die lobby-arbeit für sich entdeckt. sie persönlich, die sie kaum je eine eigene meinung öffentlich vertreten hat, möchte ein gesetz durchgedrückt wissen, das dafür sorgt, dass es doch keine fahrverbote für diesel gibt, wenn die grenzwerte nur um ein ganz kleines bisschen überschritten werden. du liebe scheisse, angela!

tjaja, nicht nur beim diesel läuft es alles andere als rund. nach dem debakel in deutsch-südost-mordor droht den grosskoalitionären am sonntag wieder eine schicksalswahl, dieses mal in hessen.
vermutlich kommt wie schon die csu auch die cdu wieder mit einem blauen auge davon, während den grünen von allen seiten die bude eingerannt wird – weswegen ich mich schon sehr auf die erklärungsversuche seitens der ehemaligen sozialdemokraten freue. ich möchte es mal so formulieren: nach sonntag abend 18.00 uhr ist im hause nahles die mark keine fuffzich pfennich mehr wert.

zwischengedanken: ergebniskosmetik

der seehofer-söder-kasperlverein hat gestern trotz allem noch 37 prozent der wählerstimmen bekommen – und das, obwohl die wahlbeteiligung mit rund 72 prozent gar nicht mal so übel war.

bedeutet das nun, dass es einem guten viertel (72 prozent von 37,2 prozent) der wahlberechtigten personen in bayern ganz einfach egal ist, von wem sie regiert werden? oder dass rund ein viertel der wahlberechtigten bayern es gut finden, was söder und seehofer die letzten fünf jahre getrieben haben? so oder so, ernüchternd irgendwie. ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, dass einer der beiden freiwillig eigene fehler eingestehen, geschweige denn zurücktreten wird.

angesichts des desaströsen wahlausgangs könnte es in den kommenden tagen bei den verbliebenen überresten der ehemaligen sozialdemokratie ebenfalls ziemlich interessant werden. erschreckend fand ich gestern abend den auftritt von nahles, die trotzig und sichtlich hilflos ihre substanzlosen worthülsen in die kameras fabuliert hat.

freuen wir uns also nun auf die genaue analyse des wahlergebnisses.

seit nunmehr vielen jahren ist diese genaue analyse des wahlergebnisses das, was die verantwortlichen in der spd immer dann ankündigen, wenn sie sogar noch weniger stimmen bekommen haben, als beim sowieso schon beschissenen letzten mal. die verkrampfte stellungnahme von nahles erinnert mich da einmal mehr an den längst aussichtslosen versuch, das marode schiff mit nichts als einer rolle gaffa über wasser halten zu wollen.

jetzt also, ja jetzt wird so richtig analysiert. ich bin gespannt, wie lange nahles dieses lächerliche weiter so, mit dem sich die ehemaligen sozialdemokraten von einem schlechten ergebnis zum nächsten schleppen, noch aufrecht erhalten kann.

würde mich jemand fragen, ich würde tippen, spätestens nach der hessen-wahl ist nahles weg – und nach der nächsten bundestagswahl die seit jahren inhaltlich vor sich hinmodernde zehn-prozent-volkspartei spd.