perlen aus dem archiv #19: anthrax – persistence of time

wenn ich so darüber nachdenke, ist anthrax neben motörhead und slayer die einizige metalband aus den achtzigern, deren alben ich auch jahre später noch viel gehört habe, bzw. deren videos ich auch heute noch zumindest ab und zu anklicke.

höchste zeit also, sich eine lobhudelei auf die grandiose among the living aus den fingern zu saugen – immerhin ist auf dem album mit indians ohne frage einer der besten metal-songs aller zeiten. laut, schnell, dreckig, tolle riffs, grossartiges video (youtube). ein fest.

aber.
das war es dann aber leider auch schon. einigermassen ernüchtert stellte ich heute beim durchhören fest, dass der rest des albums ziemlich langweilige lumumpe ist. nicht wirklich schlecht, aber irgendwie egal. schlimmer noch, man hört dem ding ein ums andere mal sehr deutlich sein alter an, klingt es doch stellenweise fast schon muffig.

deshalb.
glücklicherweise klingt die vier jahre später im sommer 1990 erschienene persistence of time gänzlich anders, viel moderner und ganz einfach sehr viel besser. dieses ist schlicht ein grossartiges album.
die grundstimmung ist ernst und düster, die songs bringen aber allesamt eine für die damalige zeit eher untypische dynamik und vielschichtigkeit mit, so dass sie auch nach fast dreissig jahren noch erstaunlich frisch wirken. keiner klingt albacken oder gar aus der zeit gefallen, im gegenteil.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies, indem du auf Übernehmen im Banner klickst.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies, indem du auf Übernehmen im Banner klickst.

blood, in my world oder belly of the beast könnte man problemlos auch heute noch veröffentlichen und die cover-version von got the time ist ohnehin über jeden zweifel erhaben. „perlen aus dem archiv #19: anthrax – persistence of time“ weiterlesen