zwischengedanken: özil in sechs punkten

özil. özil. özil. özil. özil. özil. özil. özil. özil. özil. özil. özil. özil. özil. özil. özil.

özil, oder: wow, ganz schön verlogen die ganze nummer.

erstens. das bild war scheisse.
will sagen: ich finde es ziemlich schäbig, sich aus vermutlich überwiegend pekuniären gründen (lest dazu mal bei fefe längs) mit einer gestalt wie dem erdolf ablichten zu lassen.

zweitens. im grunde macht özil auch nichts anderes als der so ehrenwerte herr oliver bierhoff, der massgeblich daran mitgewirkt hat, die ehemalige deutsche fussball-nationalmannschaft der herren in ein konstrukt umzubauen, bei dem es nur und ausschliesslich um die höchst mögliche gewinnmaximierung geht.

drittens. im grunde macht özil auch nichts anderes als der dfb, der so hohe moralische standards pflegt, dass er sich seit je her an den meistbietenden verkauft. volkswagen ist ab 2019 hauptsponsor des dfb. clean diesel, olé.

viertens. wenn özil darauf hinweist, dass latente ausländerfeindlichkeit bzw. alltagsrassismus eines der drängenden probleme in diesem land ist, dann hat er leider recht – man muss sich nur mal die wahlergebnisse der fäkalfarbenen in den letzten zehn jahren anschauen. so zu tun, als ob da lediglich die beleidigte leberwurst aus ihm gesprochen hätte, ist mindestens verlogen und bestenfalls sehr dämlich.

fünftens. es ist einerseits natürlich sehr schön, dass ein prominenter bajuvarischer steuerhinterzieher offenbar tatsächlich die bedeutung des begriffes „moral“ nachgeschlagen hat. es ist andererseits aber auch sehr schade, dass das alles natürlich nur für die anderen gilt, nicht wahr.

sechstens. es wäre aus meiner sicht eine sehr gute idee, wenn grindel samt präsidium und bierhoff platz für einen ernst gemeinten neuanfang machen würde. bei joachim löw bin ich mir indes nicht sicher, da ich ihn nach wie vor für einen der besten fussball-trainer unserer zeit halte. bleibt natürlich die frage: where in the fucking world is joachim löw?