perlen aus dem archiv #06: the prodigy – music for the jilted generation

[nicht wundern: teile dieses beitrags habe ich bereits im oktober 2016 im inzwischen leider von uns gegangenen muzique-olé!-blog veröffentlicht.]

es ist 1994. die schule ist endlich durch, wir haben führerscheine und wir warten. auf das studium, die erste richtige ausbildung, auf den beginn der bundeswehrzeit oder wie in meinem fall den zivildienst. davor aber liegt ein langer sommer, in dem ich so viel freie zeit haben werde wie nie zuvor – und auch später nicht mehr.

nachdem sonic youth bereits 1991 den punk offiziell für tot erklärt haben, folgt 1994 mit dem selbstmord kurt cobains das ende des grunge. tatsächlich ist mir damals alles, was auch nur entfernt nach nirvana geklungen hat, so schlimm auf den sack gegangen, dass ich die nevermind erst jahre später wieder angehört habe – was für ein tolles album!

abgesehen von anthrax und motorhead höre ich zu dieser zeit auch kaum noch metal, und selbst die grosse zeit des indie/alternative mit meinen helden von den pixies, sonic youth und dinosaur jr scheint mitte der 90er vorüber zu sein.

an die stelle der stromgitarren-legenden waren längst projekte wie nine inch nails, radiohead und the notwist oder tocotronic getreten – und eben auch vollelektronisches wie beispielsweise the prodigy.

music for the jilted generation war eine wildes album für eine ebenso wilde zeit – eines der wenigen, die man sich auch nach fünfundzwanzig jahren noch problemlos von anfang bis ende anhören kann.

r.i.p. keith flint.

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