Suchergebnisse für: perlen aus dem archiv

perlen aus dem archiv #24: leonard cohen – i‘m your man

sich bei einem so herausragenden künstler wie leonard cohen für ein einziges album zu entscheiden ist schlicht unmöglich, hat er doch über einen zeitraum von sagenhaften fünfzig jahren immer wieder aufs neue absolut zeitlose kunstwerke geschaffen, auf denen so viele grossartige songs sind, dass man ihm und seiner musik bei weitem nicht gerecht würde, würde man eines besonders hervorheben.

wenn ich mich nun aber trotzdem für eines seiner alben entscheiden müsste, es wäre vermutlich i‘m your man von 1988, denn es war meine aller erste cohen-platte – eine bis heute ziemlich beeindruckende. sie enthält neben solchen perlen wie tower of song oder first we take manhatten mit everybody knows auch den einen cohen song, >>>

perlen aus dem archiv #23: beastie boys – ill communication

die beastie boys tauchen erst so spät in dieser auflistung meiner lieblings-alben auf, da ich mich lange nicht entscheiden konnte, ob ich nun check your head oder ill communication für die bessere platte halte. im grunde kann ich das immer noch nicht, aber hilft ja nix.

die beastie boys waren etwas ganz besonderes, denn sie haben in vielen ihrer songs etwas erschaffen, das mir bei den allermeisten künstlern im bereich rap/hip hop/sprechgesang schmerzlich abgeht. ich nenne diese besondere eigenschaft in ermangelung eines besser passenden begriffes gerne den flow.

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flow entsteht dann, wenn ein künstler nicht nur schnöde irgendwas in ein mikrofon spricht oder singt, sondern vielmehr durch seine ganz spezielle art der darbietung eine dynamik erzeugt, die unaufhaltsam ansteigt um sich schliesslich in einem refrain, in einem drop, break oder sonstwas zu entladen – und mir so ein lächeln ins gesicht zaubert.
dieser flow ist etwas, das sich mittels auto-tune und anderen hilfsmitteln nicht erzeugen lässt. er ist dieses ganz bestimmte etwas, das es am ende ausmacht. >>>

perlen aus dem archiv #22: nirvana – nevermind

es gibt vermutlich kaum noch etwas, das nicht über dieses album geschrieben wurde.

ebenso wenig dürfte es noch einen superlativ geben, der im zusammenhang mit nevermind nicht zu tode strapaziert worden wäre. zumindest in meiner erinnerung ist dieses das eine album, für das mtviva in den seligen neunzigern mehr getöse veranstaltet haben, als jemals zuvor – und auch danach. nevermind war buchstäblich überall.

man kann sich das angesichts der allmacht von spotify-playlisten kaum noch vorstellen, doch verglichen mit dem rummel um nirvana spielten andere popkulturelle phänomene dieser zeit wie britpop oder techno maximal in der kreisklasse.

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all das war jedoch noch ganz weit weg, als ich im sommer 1991 in >>>

perlen aus dem archiv #21: the smashing pumpkins – siamese dream

in meiner erinnerung sind die neunziger in sachen popkultur ein unglaublich reichhaltiges und abwechslungsreiches jahrzehnt gewesen. quasi über nacht waren grunge, techno, nu metal und viele andere dinge entstanden, von denen ich bis dahin nicht ahnte, wie sehr ich sie mögen würde.

kurz gesagt, die neunziger waren das jahrzehnt von mtviva und eben dort erblickte ich eines tages dieses ziemlich seltsame musikvideo einer band, die ich bis dahin (wenn überhaupt) nur dem namen nach kannte.

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obwohl der alles überragende song der band, 1979, erst zwei jahre später veröffentlicht wurde, ist siamese dream für meine begriffe das beste album der smashing pumpkins. anders als den – in allen denkbaren bereichen grotesk überfrachteten – nachfolger, kann man es auch heute noch, nach über fünfundzwanzig jahren, komplett durchhören. >>>

perlen aus dem archiv #20: ramones – it’s alive

erstens: eine band, der von lemmy höchstselbst mit einer hymne gedacht wurde, muss etwas besonderes sein.

zweitens: da ich mich bis heute nicht entscheiden kann, welches der klassischen vier ramones alben mir am besten gefällt, konnte ich an dieser stelle im grunde gar nicht anders, als mich für dieses live-album zu entscheiden.

drittens: achtundzwanzig songs in vierundfünfzig minuten. hey ho, let’s go.

viertens: die achtziger hatten ihren zenit bereits überschritten, als mir meine schwester eine langspielplatte mit einem ziemlich seltsamen cover in die hand drückte. es zeigte ein wackliges foto von vier gestalten auf der bühne, die offenbar gerade ein konzert spielten. in der oberen rechten ecke stand in roten lettern ramones geschrieben.

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wenn ich so darüber nachdenke ist it’s alive vermutlich das album, bei dem ich bis mitte der neunziger am häufigsten auf play gedrückt habe. auf jeden fall aber ist es bis heute der einzige tonträger in meiner sammlung, von dem ich neben der vinyl- auch eine cd- und eine dvd-version besitze – mehr muss man darüber dann auch nicht mehr sagen. >>>

perlen aus dem archiv #19: anthrax – persistence of time

wenn ich so darüber nachdenke, ist anthrax neben motörhead und slayer die einizige metalband aus den achtzigern, deren alben ich auch jahre später noch viel gehört habe, bzw. deren videos ich auch heute noch zumindest ab und zu anklicke.

höchste zeit also, sich eine lobhudelei auf die grandiose among the living aus den fingern zu saugen – immerhin ist auf dem album mit indians ohne frage einer der besten metal-songs aller zeiten. laut, schnell, dreckig, tolle riffs, grossartiges video (youtube). ein fest.

aber.
das war es dann aber leider auch schon. einigermassen ernüchtert stellte ich heute beim durchhören fest, dass der rest des albums ziemlich langweilige lumumpe ist. nicht wirklich schlecht, aber irgendwie egal. schlimmer noch, man hört dem ding ein ums andere mal sehr deutlich sein alter an, klingt es doch stellenweise fast schon muffig.

deshalb.
glücklicherweise klingt die vier jahre später im sommer 1990 erschienene persistence of time gänzlich anders, viel moderner und ganz einfach sehr viel besser. dieses ist schlicht ein grossartiges album.
die grundstimmung ist ernst und düster, die songs bringen aber allesamt eine für die damalige zeit eher untypische dynamik und vielschichtigkeit mit, so dass sie auch nach fast dreissig jahren noch erstaunlich frisch wirken. keiner klingt albacken oder gar aus der zeit gefallen, im gegenteil.

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blood, in my world oder belly of the beast könnte man problemlos auch heute noch veröffentlichen und die cover-version von got the time ist ohnehin über jeden zweifel erhaben. >>>

perlen aus dem archiv #18: nick cave and the bad seeds – murder ballads

wikipedia sagt: murder ballads is the ninth studio album by nick cave and the bad seeds, released in 1996 on mute records. es gilt gemeinhin als das album, das aus nick cave endgültig einen der superstars der mtv-ära gemacht hat.

ich sage: murder ballads wirkt auch nach über zwanzig jahren weniger wie ein album einer band, es fühlt sich vielmehr wie der schönste, der düsterste und wahrscheinlich auch der blutrünstigste popmusik-sampler an, den ich kenne – ein sampler, bei dem zufällig jedes lied von der gleichen band eingespielt wurde.

die beiden duette mit pj harvey und kylie minogue sind absolut zeitlose perlen.

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perlen aus dem archiv #17: muse – black holes & revelations

[nicht böse sein, der folgende absatz spiegelt nur meine ganz persönliche meinung wider.]

ich finde, es gibt bands, die sind richtig grossartig – bis sie ein extrem erfolgreiches live-album veröffentlichen. placebo zum beispiel. oder auch die beatsteaks. und – leider! leider! leider! – auch muse.

plug in baby von der tollen origin of symmetry halte ich auch heute noch für einen der besten songs aller zeiten. das album black holes & revelations ist ohne frage ein meilenstein der rockmusik. das live-album h.a.a.r.p. samt dazugehörender dvd ist eins der besten konzerte, die ich je gehört/gesehen habe.

doch alles, was danach kam … nunja.

wie dem auch sei, black holes & revelations ist ein album für die ewige top ten, denn die songs sind durchweg so herausragend, es könnte sich dabei durchaus auch um die best of muse handeln – was sie ja eigentlich auch ist (siehe absatz oben).

im laufe der jahre habe ich viele bands gehört, die vermutlich sehr froh wären, wenn ihnen nur ein einziges mal ein song wie starlight, map of the problematique, assassin oder das phantastische knights of cydonia gelingen würde.

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kurz gesagt: wer dieses album noch nicht gehört hat, sollte das unbedingt nachholen. >>>

perlen aus dem archiv #16: the clash – london calling

es ist zwar selten, aber manchmal kommt es vor, dass ein album so gut altert, dass man es auch noch nach jahrzehnten freiwillig durchhören möchte. noch weitaus seltener sind die alben, die mit den jahren immer noch besser werden. das sind dann die für diese ominöse ewige topten.

doolittle von den pixies ist so ein meisterwerk, oder the downward spiral von nine inch nails oder auch goo von sonic youth – und london calling von the clash ist auch so ein herausragendes album.

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erstaunlicherweise war das längst nicht klar, als die platte ende 1979 erschienen ist, im gegenteil. offenbar wusste damals manch ein kritiker schlicht nichts damit anzufangen, denn das war eben nicht das erwartete punk-album geworden, das man angesichts des ikonischen covers vermuten könnte. genauso wenig war das rock’n’roll, ska, metal oder sonstwas. eher alles zusammen, nur eben anders.

bis ich london calling mit fünfzehn, sechzehn zum ersten mal bewusst durchgehört habe, waren die achtziger längst vorbei – und es waren sich alle einig, dass das eines der besten alben aller zeiten und absolut zeitlos ist. >>>

perlen aus dem archiv #15: massive attack – mezzanine

was musik-gedöns-dinge betrifft irre ich mich glücklicherweise erfreulich selten, aber bis zu diesem album dachte ich, eine band, die sich massive attack nennt, würde langweiligen achtziger-metal oder sowas machen.

dann hörte ich zum ersten mal angel (ausgerechnet in einer metal-disse) – und mir fiel buchstäblich die kinnlade runter. das war weder achtziger noch langweilig, im gegenteil. das erinnerte vielmehr an das zeug, dessentwegen portishead und konsorten wenige jahre vorher fast zu tode gehyped worden waren, nur sehr viel düsterer.

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auch wenn der song teardrop spätestens als titel-track der serie dr. house ziemlich zu tode genudelt wurde, ist mezzanine auch nach weit über zwanzig jahren ein album, das man fast komplett von vorn bis hinten durchhören kann. so viele gab es davon in den neunzigern nun auch nicht. >>>

perlen aus dem archiv #14: lcd soundsystem – sound of silver

es gibt songs, die ohne vorwarnung einfach so aus dem nichts aufploppen und sich dabei anfühlen, als ob sie schon immer da gewesen wären – und dann gehen sie nie wieder weg. road to nowhere von den talking heads ist so einer. oder drinking in la von bran van 3000. oder auch mr brightside von den killers.

genau so einer ist all my friends von lcd soundsystem, einem band-projekt-irgendwas von und mit james murphy, den ich bis 2007 wenn überhaupt nur dem namen nach kannte. und dann war da plötzlich dieser unglaublich gute song.

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als ich mich fragte, wie genau man diese musik denn nun nennen würde, so man denn unbedingt ein etikett draufkleben wollte, ist mir ehrlich gesagt nichts wirklich passendes eingefallen. ein bisschen elektronik hier, ein bisschen schrammelgitarre da, ein bisschen house-beat dann und wann und das ganze serviert mit einer prise indie-pop.

ist im grunde ja auch egal, das ding ist einfach sehr sehr lecker.

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