rütteln am erkenntnisbaum (zwischengedanken)

was passiert, wenn überforderte politik auf ambitionierten lobbyismus trifft, kann man gerade sehr schön am niedergang der ehemaligen hoch-technologie-nation deutschland sehen.

spätestens seit corona es ist amtlich: asynchrone internet-anschlüsse sind die pest des einundzwanzigsten jahrhunderts und für home-office-schooling im prinzip komplett ungeeignet. den menschen etwas derart beschränktes zu verkaufen ist eine absolute frechheit. bestes netz my ass.

apropos. erinnert sich noch jemand an de-mail? das im jahr 20212 mit viel tamtam vorgestellte it-vorzeigeprojekt der damaligen bundesregierung ist – und ich zitiere – ein „toter gaul“. das sage nicht (nur) ich seit jahren, das sagt timotheus höttge, der chef der deutschen telekom.
dessen aufstrebende kleine firma verkauft euch übrigens auch heutzutage noch ungestraft neben ihrem dsl-kupfer-mist einen de-mail-account.

ich frage mich gerade, ob es angesichts der aktuellen zahlen etwas noch dümmeres geben könnte, als den lockdown aufzuweichen. apropos – und die frage meine ich durchaus ernst. ist eigentlich schon jemals eine der vollmundig im fernsehen vorgetragenen vorhersagen des umtriebigen talkshow-hopping-experten hendrik streeck eingetroffen?

die berlinale ist ein film-festival, das davon lebt, dass es als publikums-veranstaltung stattfindet. leider weiss offenbar keiner der organisatoren, wie man so etwas online macht – dabei ist streaming von inhalten noch das, was in unserem schönen digital-entwicklungsland noch am ehesten funktioniert. schade berlinale, du warst einst eine gute idee.

an mir war ja völlig vorbeigegangen, dass vin diesel im jahr 2017 nochmals als triple xxx zu sehen war … und es war dann auch erschütternd, dem damals fünfzigjährigen dabei zuzuschauen, wie er erfolglos versucht, sein fünfzehn jahre jüngeres ich aus dem ersten teil zu imitieren. nach zwanzig minuten wurde es unerträglich. was für ein schlimmer, schlimmer film.

nanu? die spd – die älteren werden sich eventuell erinnern, das waren bis gerhard schröder die sozialdemokraten – nähern sich in umfragen heimlich still und leise wieder der zwanzig prozent marke. von unten zwar, aber immerhin. habe ich da womöglich etwas nicht mitbekommen?

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