tl;dr episode 09: drei fragen an … suse

om zum gruße und herzlich willkommen zur neunten ausgabe unseres frage-und-antwort-spiels rund um den persönlichen musikalischen werdegang.
meinem heutigen gast bin ich vermutlich hunderte male über den weg gelaufen, bis wir uns dann ganz woanders zufällig trafen, wo wir uns eine kiste bier lang unterhalten haben. vorhang auf für suse.

zunächst mal, wer bist du denn?

das mit der bierkiste müsste später gewesen sein. ich meine mich zu erinnern, daß wir da schon längst befreundet waren und auf dem parkplatz vor einem club darauf gewartet haben, dass dein damaliger noch-nicht-ex endlich mit den konzert-karten aufkreuzt. der kam aber nicht und war u. a. daher am nächsten tag dein ex. [lacht]
aber es stimmt natürlich, wir kannten uns zu der zeit schon ewig vom sehen, da ich bis in die zweitausender an fast jedem wochenende in verschiedenen lokalitäten hinter der bar gearbeitet habe.
ich heiße eigentlich susanne, bin freischaffende … künstlerin? bildhauerin? möbelschreinerin? … ich habe ehrlich gesagt keine ahnung, wie man das nennt, was ich den ganzen tag so mache … ich verwandle holz in schöne dinge – und ich mixe bis heute den besten long island ice tea, den frau ni ha jemals getrunken hat. ihr könnt mich suse nennen [gackerkichern].  

erstens: welches war dein erstes selbst gekauftes album? welches das letzte?

oje, das kann ich leider nicht mit gewissheit sagen, da mir meine grosse schwester ihre komplette musiksammlung überlassen hat, als sie zum studieren nach heidelberg gezogen ist. ihr wg-zimmer war kleiner als mein damaliger kleiderschrank und hat trotzdem fast tausend mark im monat gekostet.
sie ist fünf jahre älter als ich und hat sich schon damals für wirklich jedes musik-genre interessiert, das ich kenne – und vermutlich auch alle, die ich nicht kenne [lacht]. von abba-schlager bis slayer-metal war da alles am start.
ein album, das mich in den neunzigern durch die komplette pubertät begleitet hat, war die ab 18 von den ärzten. nach zwei,drei sektchen kann ich über diese herrlichen texte heute noch stundenlang kichern wie ein verklemmter teenager.

zweitens: hast du mal platten gekauft, die dir heute peinlich sind?

ach, was heißt peinlich? nö, nicht wirklich. doktor alban und ace of base fand ich ein paar monate lang einfach super, genau wie roxette, bon jovi oder rammstein. die würde ich mir heute alle nicht mehr auf eine playlist tun, aber in den neunzigern konnte man dazu wunderbar feiern. 

drittens: welche sind deine persönlichen drei besten platten aller zeiten?

ihr bei framerate habt schon ganz recht, eine der besten platte aller zeiten ist die doolittle von den pixies. ich glaube nicht, daß ich jemals einen schöneren song als monkey gone to heaven gehört habe.
ansonsen schwärme ich eher für einzigartige charaktere, denn für einzelne alben. schwer beeindruckt hat mich z.b. das gesamtkunstwerk falco, bzw. diese kunstfigur, in die sich johann hölzl über die jahre verwandelt hat.
oder das biopic – wie hieß das noch? – über ian kilmister. was für eine erscheinung! was für ein kreativer output! was für eine lichtgestalt!
ich könnte ich jetzt noch stundenlang weitermachen …

viertens: welches berühmte album findest du schrecklich?

von dingen, musik, filmen, usw., die mir nicht gefallen, kann ich mir nur selten die namen merken – wozu auch.
leider mag ich die stimme von herbert grönemeyer nicht, was ich wirklich sehr tragisch finde. der mann hat ein paar unglaublich schöne songs geschrieben. kann man wohl nix machen.

fünftens: vinyl, cd, mp3 oder streaming?

geh mir weg mit „physikalischen  tonträgern“ [lacht].

wen sollten wir denn als nächstes fragen?

ich hab da ne schwester, die könnte dir dinge erzählen …

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