tl;dr episode 07: drei fragen an … karin

da wir ohnehin schon so gemütlich beisammen gesessen haben, wie hätte ich toms vorschlag da ignorieren können …
und so habe ich seinem wunsch entsprechend seine frau vor die aufnahmeapparatur gezerrt – vor der sie ja sowieso schon die ganze zeit saß, wir haben uns schließlich im ausgesprochen gemütlichen winter-garten der beiden zu tee und sahnetorte getroffen. sodenn. auf eine zweite tasse earl grey (heiß!) mit karin.

zunächst mal, wer bist du, was machst du und warum?

na dann. ich bin die liebevolle gattin. obwohl wir ab der fünften klasse auf die gleiche schule gegangen sind und uns zumindest ab und zu im bus gesehen haben müssten, habe ich tom ulkigerweise erst während des studiums in hamburg kennen gelernt.
anfang der neunziger trug er – so wie die halbe uni – einen dieser schon damals wenig ansprechenden mtv-grunge-catweazle-bärte [lacht], weswegen ich ihn vermutlich sowieso nicht mehr erkannt und auch nicht weiter beachtet habe. als das stachelige gestrüpp ein paar monate später wieder ab war, war ich spontan hin und weg – das bin ich sogar heute manchmal noch [lacht lauter].

erstens: welches war dein erstes selbst gekauftes album? welches das letzte?

musik spielte bei mir daheim keine grosse rolle, meist dudelte irgendwo leise ein radio vor sich hin. irgendwann so ab der achten, neunten klasse machten dann diese neue deutsche welle mix-tapes in der schule die runde. die bravo-hits gab es ja erst später so ab anfang/mitte der neunziger.
die songs, die annette humpe damals mit ideal gemacht hat oder auch dieses grossartige zeug von trio (kummer!) gefällt mir bis heute. überhaupt mag ich deutschsprachige rockmusik von kettcar oder thees uhlmann – mit schlager jedoch bin ich auch nach all den jahren nicht warm geworden [lacht].
die erste schallplatte, die ich gekauft habe, war vermutlich tatsächlich eine der ersten bravo-hits-doppel-cds. vor ein paar jahren, als das anfangs grossartige last.fm nur noch genervt hat, habe ich schliesslich spotify abonniert.

zweitens: hast du mal platten gekauft, die dir heute peinlich sind?

die plattensammlung meines mannes ist in sachen fremdscham unmöglich zu toppen, also nein [lacht]. 

drittens: welche sind deine persönlichen drei besten platten aller zeiten?

so etwas wie eine lieblings-band habe ich nicht. herausragend fand ich zuletzt die junkies und scientologen von thees uhlmann. zusammen mit der stadtaffe von peter fox ist das mit abstand das beste deutschsprachige album, das ich seit ganz langer zeit gehört habe. ausserdem habe ich eine dezente (meist alkohol-induzierte) schwäche für die alten bon-jovi-hits aus den achtzigern und neunzigern – das würde ich aber niemals zugeben [lacht].

viertens: welches berühmte album findest du schrecklich?

ich mag die sachen von marius müller-westernhagen nicht, vermutlich weil ich mit seiner stimme nicht klar komme. ob der wohl heute noch berühmt ist?

fünftens: vinyl, cd, mp3 oder streaming?

wie schon erwähnt läuft bei mir heute fast immer die spotify-app auf dem telefon, morgens ab und zu auch mal die radio-nachrichten. gebrannte mix-tape-cds haben längst nicht den schrulligen charme einer kassette und vinyl ist mir viel zu unbequem – und nicht fahrrad-tauglich.

wen sollten wir denn als nächstes fragen?

das sag ich dir, sobald die aufnahmeapparatur aus ist [lacht].

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