tl;dr episode 06: drei fragen an … tom

om zum gruße und herzlich willkommen zur sechsten ausgabe unseres frage-und-antwort-spiels rund um den persönlichen musikalischen werdegang. meinen heutigen gast kenne und schätze ich schon seit vielen jahren – und da wir beide derzeit wieder im süden der republik wohnen … auf einen earl grey (heiß!) mit tom.

zunächst mal: wer bist du, was machst du und warum?

[flüstert] das ist aber kein podcast, oder? nein? puh, sehr gut. [lacht]. hallo allerseits. meine mutter nennt mich thomas mit te-ha, alle anderen einfach tom – was auch mir besser gefällt. nachdem meine frau und ich fast fünfundzwanzig jahre lang irgendwas mit werbung und medien gemacht haben, sind wir letzten sommer von hamburg zurück in die nähe von heidelberg gezogen.
ist schon seltsam. nach der schule konnten wir gar nicht schnell genug abhauen, und nun, da die kinder aus dem haus sind, sind wir sehr froh, wieder in einem kleinen, fast schon zu idyllischen städtchen zu wohnen.
hier fotografieren wir ein bisschen von allem und jeden und freuen uns, wenn wir ab und an sogar geld dafür bekommen. häuschen, gärtchen und kätzchen – alles da, worüber sich loriot nur allzu gerne lustig gemacht hätte.

erstens: welches war dein erstes selbst gekauftes album? welches das letzte?

musikalisch sozialisiert wurde ich in den siebzigern von meiner allein-erziehenden mutter, meinem f-jugend trainer und ernst-mosch-ultra herr fischer und dem großen, dem einzigartigen dieter, dem thomas, dem heck. auch wenn meine mutter es stets vehement bestritten hat, ich bin sicher, daß ich dem guten herrn heck meinen vornamen verdanke.
kein wunder also, daß meine erste selbst gekaufte schallplatte die wm-single buenos dias argentina von udo jürgens und der deutschen fussballnational-mannschaft war. die habe ich übrigens heute noch.

zweitens: hast du mal platten gekauft, die dir heute peinlich sind?

ich sagte doch, zdf hitparade. also nein [lacht].

drittens: welche sind deine persönlichen drei besten platten aller zeiten?

heutzutage kann ich es ja zugeben, ohne gleich ausgelacht zu werden: ich höre sehr gerne chansons und alte schlagermusik, die vor den 1980ern erschienen ist. dieses helene-fischer-andrea-berg-artige zeug, mit dem u.a. der herr silbereisen hausieren geht, geht mir aber ziemlich auf den sack. das ist alles kein klassischer schlager, das ist einfach nur schnell und billig zusammengklicktes gedudel mit beschissenen texten.
wie großartig ist dagegen das gesamtwerk von udo jürgens oder auch die vielen klassiker eines reinhard mey. oder die alles überstrahlenden abba natürlich, die mir aber ab und an fast schon zu disco-lastig sind. trotzdem: herrlich. daneben finde ich auch ein paar der songs von grönemeyer oder peter fox nicht übel – vermutlich der altersmilde geschuldet. [lacht]

viertens: welches berühmte album findest du schrecklich?

ob das heute noch berühmt ist, nunja. diese seltsamen cover-versionen eines dieter thomas kuhn fand ich grauenvoll. als einmaliger karnevalsscherz wäre das vermutlich gut gewesen, aber so … nein danke. ähnlich schlimm fand ich auch die zusammenarbeit von stefan raab mit guildo horn.

fünftens: vinyl, cd, mp3 oder streaming?

an meiner vorliebe für klassische schallplatten hat sich im laufe der jahre im prinzip nichts geändert. da aber viele davon leider schon sehr benutzt sind, habe ich mich inzwischen auch mit spotify angefreundet – auch wenn es da in sachen chanson/schlager teils noch deutliche lücken gibt. es wird aber jeden monat ein bisschen besser und ab und zu stolpere ich sogar ab über einen uralten song, den ich noch gar nicht kenne.

wen sollten wir denn als nächstes fragen?

wen anders als meine liebevolle gattin karin, die schlagermusik hasst wie die pest, könnte ich da wohl vorschlagen?! [lacht]

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