tl;dr episode 02: drei fragen an … murcs

nicht wundern, beim nun folgenden text handelt es sich um ein aufgeschriebenes zoom-gespräch, das aus dem englischen ins deutsche übersetzt wurde. möglicherweise wurden dabei ein, zwei dinge ein bisschen umformuliert, inhaltlich sollte es aber passen. zwinkersmiley.

moin. zunächst mal, wer bist du denn?

moin. man nennt mich seit nunmehr über sechs jahrzehnten murcs – ja, ich bin schon echt alt. als ich gefragt wurde, ob ich hier mitmachen möchte, dachte ich so bei mir, naja, wenns denn sonst keiner machen will … tralalali, hier bin ich.

erstens: welches war dein erstes selbst gekauftes album? welches das letzte?

habe ich dir das nicht schon mal bei einer flasche viel zu teurem stoff in epischer breite erzählt?! jedenfalls, wie du dir wahrscheinlich schon gedacht hast, ist das erste wirklich lange her. es war damals noch völlig normal, eine schallplatte als kassette zu kaufen – eine tradition übrigens, die sich in v.a. london bis weit in die neunziger jahre grosser beliebtheit erfreute.
welches von den unüberschaubar vielen tapes, die sich im laufe der jahre bei mir angesammelt haben, das aller erste war, kann ich nicht mehr sagen. aber wenn ich raten müsste … ich tippe auf die songs of leonard cohen.

dazu muss man wissen, dass ich ende der sechziger (oder anfang der siebziger?) ganz schlimm in die schöne nachbarstochter verschossen war – und die gute hiess nun ausgerechnet susan.
track 1 auf dem album, suzanne, fand ich damals so gut, dass das band schon nach wenigen wochen vom vielen zurückspulen im philips kassettenrekorder – googelt das ruhig mal, liebe kinder – total ausgeleiert war. was aus der schönen susan geworden ist, wer weiss, aber die platte gefällt mir bis heute sehr gut. sie ist vermutlich die einzige, die ich als tape, vinyl, cd und mp3 gekauft habe.

zuletzt habe ich das grossartige living in a ghost town von den rolling stones als mp3 gekauft und auf vinyl vorbestellt. die auslieferung soll ende juni beginnen – ich freue mich schon auf das dazugehörende album, das aber vermutlich erst im nächsten jahr veröffentlicht wird.

zweitens: hast du mal platten gekauft, die dir heute peinlich sind?

ja und nein. die schlechten platten waren mir im grunde nicht peinlich, ich habe mich aber oft darüber geärgert. in den siebziger und achtziger jahren kannte man ja von den neuerscheinungen meist nur eine einzige single. oft genug war der rest nur füllmaterial und unter den songs auf seite zwei war nicht selten ganz schlimmer crap.

drittens: welche sind deine persönlichen drei besten platten aller zeiten?

das kann ich wirklich nicht auf drei eingrenzen. leonard cohen und janis joplin wären wohl auf jeden fall dabei. und die stones natürlich. peter frampton wohl auch. sting mochte ich früher sehr, heute finde ich das meiste von ihm ziemlich langweilig und beliebig. prince müsste unbedingt auf die liste, genauso wie the clash. von the national sollte ich wohl auch mindestens die high violet draufschreiben. und und und. es sind einfach viel, viel mehr als nur drei.

viertens: welches berühmte album findest du schrecklich?

bei der private dancer von tina turner leide ich wie ein tier.

fünftens: vinyl, cd, mp3 oder streaming?

daheim im lauten kämmerlein mag ich nach wie vor vinyl-schallplatten. ich mag den geruch, die grossen cover, das ritual des nadel-auflegens, das knistern, kurz bevor es los geht, den vollen, warmen klang.
ich bin sehr froh, dass musiker und industrie gerade dabei sind, sich wieder von der cd zu verabschieden. wenn schon digital, dann ist mp3/streaming der cd in wirklich allen denkbaren belangen (z.b. in der u-bahn) überlegen.
vinyl hat eine seele. cds sind einfach nur giftiger plastikmüll, der aufwändig entsorgt werden muss.

wen sollten wir denn als nächstes fragen?

ich bin mir sicher, frau ni ha, du wirst jemanden finden 😉

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