bleibt alles anders (zwischengedanken)

das gewaltige ausmass des scheiterns war mir so gar nicht klar: die planung des flughafen berlin branden-burg willy brandt (ber) hat vor sage und schreibe dreissig jahren begonnen und bis heute rund sieben milliarden euro verschlungen – und selbst wenn das mit der eröffnung im oktober tatsächlich klappen sollte, werden dort in diesem jahr corona sei dank voraussichtlich nicht viele flugzeuge starten und landen. ach. du. scheisse.

ich hab mal spasseshalber aus den aktuellen ergebnissen der acht grössten kaffeesatz-lese-institute einen groben mittelwert für alle im bundestag vertretenen parteien zusammengeklöppelt:
cdu/csu 37,9%, spd 15,9%, grüne 16,6%, fdp 5,6%, linke 7,9%, afd 10,1%.
auf basis dieser zahlen möchte ich die verwegene prognose wagen, dass markus söder tatsächlich der nächste bundeskanzler werden könnte – und das, obwohl er aus bayern kommt.
bei der frage, welche ministerien von frau baerbock und herrn habeck in diesem falle geleitet würden, möchte ich mich derzeit noch nicht festlegen.
(zahlen von wahlrecht.de, natürlich ohne gewähr)

eines der dinge, die für mich während des lockdowns endgültig ihre faszination komplett verloren haben, ist der kinosaal.
da wir mittlerweile – so wie die aller meisten, die gerne filme und serien schauen – eine übertrieben grosse 4k-glotze an der wohnzimmerwand hängen und dazu passende lautsprecher-systeme herumstehen haben, gibt es jetzt, da neue filme für weniger als 50 euros nach hause gestreamt werden können, wirklich gar keinen grund mehr, sich zusammen mit wildfremden nervtötenden virenschleudern in ein kino zu setzen.

nahezu nichts ist auch von meinem ehemals grossen interesse am bundesliga-fussball geblieben. seit mir letztens das hertha-kalou-video einen ungefilterten einblick in dieses seltsame parallel-universum gewährt hat, finde ich profi-fussball ziemlich ekelhaft. ich kann mir gerade beim besten willen nicht mehr vorstellen, dass ich mir – zumindest in der laufenden saison – mit genuss ein bundesliga- oder-champions league spiel anschauen werde. auf die verschobene euro hatte ich ohnehin schon vor corona keine lust mehr – selbiges gilt übrigens auch für ein sky-abo.

überhaupt haben mir die älljährlichen live-übertragungen von sport-gross-ereignissen wie den olympische spielen oder der tour de france im fernsehen überhaupt nicht gefehlt. kann von mir aus weg.

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