perlen aus dem archiv #31: the notwist – neon golden

heute würde ich sagen, dass die folgenschweren ereignisse im zusammenhang mit nine-eleven nicht unerheblich dazu beigetragen haben dürften, dass von den lauten neunzigern am anfang des jahres 2002 kaum mehr als eine schnell verblassende erinnerung an ein sehr umtriebiges jahrzehnt übrig ist.

obwohl keine zehn jahre her, sind grunge und britpop im grunde nur noch ein wikipedia-eintrag, und auch von der hamburger schule ist nicht viel gebieben. in den damals noch relevanten cd-charts tummeln sich neben den unmengen euro-dance-eintagsfliegen hauptsächlich alte bekannte wie madonna, grönemeyer, celine dione und pur. mit künstlern wie beyonce deutet sich zwar immer öfter an, wo die reise des musikalischen mainstream hingehen wird, hip hop ist zu diesem zeitpunkt von seiner heutigen dominanz aber noch ein gutes stück entfernt. kurz gesagt: wir sind im neuen jahrtausend angekommen.

bei einem gemütlichen umtrunk anlässlich meines geburtstags läuft dann plötzlich musik, von der ich bis heute nicht weiss, wie ich sie anders als „ziemlich faszinierend“ beschreiben sollte.

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man nehme ein bisschen yo la tengo, ein bisschen eels, ein bisschen pj harvey, dazu ein bisschen schlager, ein bisschen country, ein bisschen punk, ein bisschen von diesem und jenem und garniere das ganze am ende mit einer nicht unerheblichen menge elektronischer klänge. das ergebnis ist ein album, das sich angenehm aus dem langweiligen brei des immer gleichen radio-gedudels abhebt und das man auch heute noch von vorn bis hinten mehrmals hinteinander komplett durchhören kann.

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