neulich beim orangentigerkönig (zwischengedanken)

zunächst ein kleiner nachtrag zur fernsehschmähung vom montag. ich habe gerade von für gewöhnlich gut unterrichteten kreisen erfahren, dass es fan fiction zur rtl2-sendung „die kochprofis“ gibt, die zwar von mir völlig verdrängt wurde, es seit 2005 laufend aber auf über 350 (!!!) ausgestrahlte folgen gebracht hat. daraufhin habe ich den wikipedia-artikel zu dieser sendung überflogen und kann nun nicht aufhören, abwechselnd zu lachen und den kopf zu schütteln. beides zusammen gelingt mir noch nicht.

jedenfalls: die dokumentation tiger king auf netflix ist der krasseste scheiss, den ich seit ganz langer zeit gesehen habe – und das nicht nur, weil netflix den mit grossem abstand schlimmsten deutschen titel aller zeiten drauf-geklebt hat.

tiger king erzählt völlig unaufgeregt eine geschichte, die wie der berühmte schlimme verkehrsunfall daherkommt: abstossend, gruselig und teilweise richtig furchtbar – und man kann einfach nicht wegschauen.

angesichts all dieser figuren, die sich da ein ums andere mal um kopf und kragen reden, dämmerte mir langsam, wie es dazu kommen konnte, dass jemand wie donald trump am ende amerikanischer präsident wird:
die sind alle ganz genau so. trump ist einer von denen. die werden den noch einmal wählen, ganz einfach, weil sie alles, was der macht, sehr gut und richtig finden.

schaut euch das an, derartiges habt ihr noch nie gesehen.

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