perlen aus dem archiv #25: nine inch nails – the downward spiral

rückblickend würde ich sagen, dass die neunziger in sachen musik und popkultur für mich ein weitaus prägenderes jahrzehnt waren, als die achtziger – wen hatte ich damals nicht alles glühend verehrt und sehr schnell wieder vergessen.

anfang der achtziger hörte ich klassisches von joe cocker, tina turner, queen oder den talking heads – also im prinzip die musik meiner eltern. dem folgte eine phase mit allerhand metal von anthrax, overkill und motörhead, nebst ein bisschen punk dann und wann von den sex pistols, ramones oder auch dead kennedys.

meine neunziger begannen mit bahnbrechenden alben von den pixies, sonic youth und dinosaur jr, die eindrucksvoll darauf hinwiesen, dass es neben dem immer gleichen allerwelts-zeug im radio und auf mtviva noch riesiges, von mir bisher fast komplett unentdecktes musik-universum geben könnte. ein projekt mit dem sperrigen namen nine inch nails wies mir schliesslich den weg in neue elektronische welten.

die single head like a hole kannte und mochte ich zwar schon, das dazugehörende album oder die band waren mir allerdings noch längst kein begriff. das änderte sich erst, als trent reznor mit the downward spiral ein album veröffentlichte, das mich einerseits schwer beeindruckte, das ich andererseits zunächst nicht richtig einordnen konnte.

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ruhige stücke wechselten sich mit songs ab, die ebenso extrem energiegeladen, aggressiv und lärmend waren, wie ich das vom thrash metal kannte, klangen dabei aber immer auch sehr viel düsterer, künstlicher und immer auch ein bisschen unterkühlt. es waren zwar gitarren, bass, keyboard und schlagzeug zu hören, aber das ganze fühlte sich so gar nicht nach handgemachter musik an – was sie ja zu grossen teilen auch nicht ist.

ich war mit einem wort begeistert – und das bin ich noch heute. reznor hat unter dem namen nine inch nails im laufe der jahre noch eine ganze menge platten veröffentlicht, er ist gar seit jahren in der chefetage von apple music zugange und hat sogar einen oscar gewonnen, aber dieses ist ohne frage sein meisterwerk, für das er bis heute von mir verehrt wird.

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