gothic playable teaser, nachtrag

ende letzter woche hat thq nordic einen spielbaren, rund zwei spielstunden langen teaser für ein mögliches remake des klassikers gothic via steam veröffentlicht – und jetzt weiss ich auch nicht so recht.

das gute zuerst: es ist nicht alles schlecht. musik, effekte und sprecher klingen wirklich gut. der modernen unreal-engine sei dank sehen die landschaft und viecher toll aus und das ganze läuft auch auf meinem eher nicht so schnellen rechner sehr flüssig.

aber: ausgerechnet der held und die npcs sind nicht besonders ansehnlich gestaltet. schlimmer noch, der held labert ununterbrochen (zumeist kommentiert er sich selbst), was sehr schnell unglaublich nervtötend ist. für dialoge schaltet das spiel in eine separate ansicht, was jedes mal die atmosphäre kaputt macht. das kampfsystem wirkt extrem unausgegoren, treffer sind auch bei reglos dastehenden gegnern reine glückssache, ein ums andere mal war schnödes linke-maustaste-totklicken die einig wirksame strategie.

und schliesslich: was mich bei diesem teaser mit grossem abstand am meisten gestört hat war die kaum interaktive und damit extrem unglaubwürdige spielwelt. weswegen kann ich mich nicht auf einen herumstehenden stuhl setzen? weswegen kann ich dinge, die auf einem tisch liegen, nicht einsammeln? weswegen kann man die waffen und rüstungen von getöteten gegnern nicht aufheben und ausrüsten? sehr frustran, das.

gerade diese elementaren spielmechaniken hat bethesda in den elder scrolls spielen spätestens seit oblivion wirklich sehr viel besser umgesetzt. es wäre daher vermutlich eine gute idee, sich bei den grundlegenden elementen einer neuauflage nicht ausgerechnet an einem mittlerweile fast zwanzig jahren alten spiel zu orientieren, dessen steuerung und kampfsystem seit jeher sehr umstritten war – und statt dessen noch einmal ganz vorne bei den absoluten basics anzufangen.