zwischengedanken: mehr vom gleichen

rammstein liefern mit ihrem ersten neuen video seit gefühlten vierhundert jahren ein paradebeispiel dafür, wie man auch in einer so komplett reiz-überfluteten medienwelt wie der unseren mit wenigen sekunden film einen hype generiert, der ein produkt extrem interessant macht, obwohl es noch niemand gesehen – geschweige denn gehört – hat.

da ist er also, der neue song von rammstein. deutschland. wenn man die aufregung und das geblubber der vielen rammstein-öchsperten, die plötzlich aus allen löchern vor die mikrofone kriechen, weg lässt, ist der song bei licht gehört eben doch nur wieder mehr vom gleichen.

das video selbst ist ein handwerklich sehr gut gemachter hochglanz-kurzfilm, während die musik für meine begriffe einmal mehr hinter dem zurückbleibt, was rammstein zu beginn ihrer phänomenalen karriere abgeliefert haben – die melodie des refrains hatte ich bereits nach wenigen minuten wieder vergessen.
und der text … naja, der klingt eben so, als ob er von till lindemann geschrieben worden wäre.

so ändert sich für mich nichts: alles, was die band nach der herzeleid veröffentlich hat, werde ich wie bisher im regal stehen lassen.

aber: so viel aufregung um ein musikvideo gab es vermutlich seit falcos jeanny nicht mehr – 5 millionen klicks auf youtube nach gerade mal 12 stunden. dafür respekt – viel besser kann man das vermutlich nicht machen.
very well done.