zwischengedanken: vom scheitern

ich gestehe: ich schaue relativ regelmässig das dschungelcamp im rtl – und obwohl ich abgesehen von diesem alten mann, der vor gefühlten vierhundert jahren mal die stimme von alf gewesen war, keinen der teilnehmer kenne, ist das ausgesprochen unterhaltsam.
die ekligen „prüfungen“ sind mir persönlich dabei völlig egal. wirklich sehenswert finde ich, wie die protagonisten miteinander umgehen, bzw. wie schnell eigentlich alltägliche und harmlose situationen in erbittert geführte, zickenkriegartige zustände abdriften.
eines scheint dabei all diesen gescheiterten existenzen und hemmungslosen selbstdarstellern gemein zu sein: sie sind so komplett am ende, dass sie sich freiwillig auf das ganze einlassen. obwohl sie ganz genau wissen, dass es im dschungelcamp noch nie einen sieger gegeben hat – abgesehen vom rtl.
faszinierend.

geht es ums scheitern, es fällt schwer, nicht an den brexit zu denken. das geht leider episch in die hose, ladies and gentlemen.

die deutsche bahn will wieder einmal besser werden. dabei weiss längst niemand mehr, wie das gehen könnte, viel zu gravierend ist der raubbau und die misswirtschaft der letzten zwanzig jahre.
mich würde beispielsweise wirklich interessieren, wo genau diese vielen tausend fachkräfte herkommen werden, die die bahn schnellstmöglich einzustellen gedenkt.